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Grundwissen Geschichte: Das 19. Jahrhundert
Von der 48er Revolution zur Katastrophe des Ersten Weltkrieges

Über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts hinweg schauen wir in ein Jahrhundert, von dem die Älteren unter uns noch vom Hörensagen ihrer verstorbenen Großeltern erzählen können. Es war die Zeit eines längst vergangenen Eurozentrismus. Vor dem ersten Weltkrieg beherrschten die europäischen Nationen annähernd 85% der Erde über die verschiedenen Kolonialreiche. Ein ungezähmter Konkurrenzkampf unter diesen Nationen führte aber in die Selbstzerfleischung und den Untergang dieser Vormachtstellung.
Trotz enormer Fortschritte auf wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, technischen, medizinischen Gebieten, trotz einer ersten Globalisierung des Welthandels blieben die Völker Europas auf politischem Gebiet vielfach rückwärts gewandt. So blieb die Gründung des neuen Deutschen Reiches unter Bismarck ein nur schwer zu integrierendes Faktum im Gefüge der europäischen Staaten. Auch das Problem des enormen Bevölkerungswachstums oder die soziale Frage im Gefolge der Industrialisierung konnten keiner wirklich befriedigenden Lösung zugeführt werden.
Hinzu kam, dass die politischen und kulturellen Eliten den Eindruck nicht mehr los wurden, dass die überkommenen religiösen und moralischen Wertvorstellungen und damit ihr eigener gesellschaftlicher Führungsanspruch morsch geworden waren und sie selbst sich daher entweder in einer paradoxen Reaktion in eine forsche aber blinde Überheblichkeit oder in eine defätistisch-fatalistische Untätigkeit flüchteten.
Anhand von einführenden Vorträgen und Textstudien, soll diese historische Periode erschlossen werden, wobei sowohl wichtige Quellen als auch wichtige Interpretationsansätze zu Wort kommen sollen.
Dr. Rainer Jehl, Philosoph

Kursbeginn:Dienstag, 27. April 2010
Kursende:15. Juni 2010
Uhrzeit:von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Kursdauer:6 Termine
Kursleiter:Dr. Rainer Jehl
Kurs Nr.:U 030
Kursort:
Volkshochschule
Gebühr
44,00 €
Kursbelegung:
 
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